Moji Hohenems
Die Gastro-Szene im Ländle schläft nicht! Mit dem frisch eröffneten Moji im neuen Rathausquartier in Hohenems hat Inhaber Jie Lin (vielen bereits bekannt aus dem Lemongrass oder Co.) ein weiteres kulinarisches Projekt gestartet. Das Konzept verspricht eine moderne, harmonische Interpretation der japanischen Küche mit Fokus auf Ramen, Sushi-Kreationen und handgemachten Mochi. Grund genug für mich, meine Foodblog-Kollegin einzupacken und dem Neuzugang einen Besuch abzustatten! 🌸🥢
Feinfühliges Ambiente & gemütliche Runden ⛩️🏮
Beim Betreten fällt sofort auf: Die Einrichtung und das gesamte Ambiente wurden extrem feinfühlig und mit viel Bedacht ausgewählt. Alles wirkt stimmig, modern und lädt zum Verweilen ein. Man nimmt an gemütlichen runden Tischen Platz – hier sitzt man zwar recht nah beieinander, was uns aber überhaupt nicht gestört hat, da es der Wohlfühlatmosphäre keinen Abbruch tut. Anfangs hatte ich etwas Sorge, ob auf den Tischen genug Platz für all unsere Auswahl an Speisen sein würde. Da wir uns aber vieles geteilt haben, ging es am Ende wunderbar auf! 🍽️
Die Kulinarik im Test: Von glanzvollen Highlights bis zu kleinen Schwächen 🍣🐙🍜
Wir haben uns einmal quer durch das Menü probiert – von den Starters über die Rolls und die Ramen bis hin zur süßen Nachspeise:
- Die hausgemachten Eistees: Ein absoluter Traum und ein dickes Lob vorweg! Die Tees waren wunderbar aromatisch, perfekt ausbalanciert und von beeindruckender Qualität. Ein echtes Highlight! 🍹✨
- Gruß aus der Küche: Der Apfel-Rotkrautsalat und Cracker: Ein absoluter Geheimtipp auf der Karte! Den sollte man bei einem Besuch im Moji auf jeden Fall probiert haben – knackig, frisch und super abgeschmeckt. 🥗🍏
Ebenso noch die Cracker dazu, die wir sogar für zu Hause gekauft hätten.
Starters:
- Die Gyoza (Dumplings) im Mix-Korb: Ein absolutes Must-Try im Moji sind die Dumplings! Wir haben uns für den Mix-Korb entschieden, um einmal alles zu probieren. Sie wurden traditionell gedämpft im Bambuskorb, begleitet von einer feinen Sauce und frischen Microgreens. Der Mix enthielt:
- Klassische Gyoza: Die typisch japanischen Teigtaschen mit einer saftigen Schweinefleisch-Gemüse-Füllung und der perfekten Balance aus feinen Aromen und Frische. 🥟🥩🥬
- Garnelen-Gyozas: Gefüllt mit zarten Garnelen Stücken , die geschmacklich ganz fein und maritim waren. 🦐
- Veggie-Dumplings: Eine bunte Füllung aus fein gehacktem Gemüse. 🥬🍄 Karotten.
Bei der Gewürzmischung waren wir uns einig: Sie war sehr feinfühlig und abwechslungsreich. Manche Teigtaschen waren geschmacklich ganz leicht und kaum gewürzt. Andere hingegen waren genau richtig, kraftvoll und ausgewogen abgeschmeckt. Eine tolle, authentische Starter-Erfahrung! 😋
- Der Pulpo : Hier waren wir uns nicht ganz einig. Meiner Kollegin war er einen Tick zu intensiv überwürzt. Ich fand die Würzung völlig in Ordnung, allerdings war er für meinen Geschmack beinahe einen Hauch zu lang gebraten. 🐙
- Die Ebi Tempura Sushi-Roll:Diese Inside-Out-Rolle überzeugt mit einer tollen Kombination aus verschiedenen Texturen und Geschmacksrichtungen: gefüllt mit knusprig gebackener Garnele, knackiger Gurke und cremiger Avocado, fein umhüllt von zartem Reis und abgerundet mit einer würzigen Sauce. Die vielen verschiedenen Nuancen in einer einzigen Rolle waren richtig spannend und toll umgesetzt!
Auf eine zweite Rolle haben wir dann allerdings verzichtet: Beim Durchlesen der Karte hatten wir das Gefühl, dass sich die Zutaten stark ähneln und irgendwie überall fast das Gleiche drin steckt. Ein wenig mehr Kontrast in der Auswahl wäre hier schön. 🍣
- Die Hauptspeise (Tonkotsu Pork Ramen): Optisch und handwerklich fiel uns sofort positiv auf, dass die Ramen – serviert als klare Brühe mit langen Weizennudeln, zarten Scheiben von langsam gegartem Schweinebauch, einem wachsweichen Ramen-Ei, Frühlingszwiebeln und Nori-Alge und einem Pak Choi Blatt – überhaupt nicht fettig waren und keinen schweren Fettfilm auf der Oberfläche hatten. Dennoch fehlte uns leider etwas das Gemüse in der Suppe. Auch beim Fleisch schieden sich die Geister: Für mich hat das Fleisch wunderbar mit den Ramen harmoniert, meiner Kollegin hat diese Kombination leider nicht ganz so zugesagt. Zudem hätte die Brühe (die Basis der Ramen) für unseren Geschmack noch etwas intensiver und tiefer im Geschmack sein dürfen. 🍜
- Die Nachspeise (Mochi): Das Dessert durfte ich alleine genießen. Optisch war es wirklich nett angerichtet und geschmacklich bot es eine ganz neue, gute Erfahrung. Die Konsistenz war extrem interessant, wenn auch eine kleine Herausforderung: Das Mochi war beinahe so fest, dass mir beim Zerteilen sogar ein Stück vom Teller weg gespickt ist! 🍡😅
Der Service: Sachlich statt herzlich 🤵🏼
Der Service war durchgehend korrekt, gut organisiert und machte einen soliden Job. Allerdings war die Atmosphäre eher sachlich als von tiefer Herzlichkeit geprägt. Ein kleiner Wermutstropfen: Sobald die Getränke leer waren, wurde leider nicht noch einmal aktiv nachgefragt, ob wir noch etwas bestellen möchten. Hier ist noch ein wenig Luft nach oben in puncto Aufmerksamkeit. 🍸
Unser Fazit ✨
Das Moji in Hohenems ist ein ausgezeichnetes Restaurant mit einem tollen Konzept, das wir auf jeden Fall weiterempfehlen können! Trotz der kleinen, ehrlichen Kritikpunkte bei den Ramen-Nuancen und der Fleischstruktur war es ein rundum gelungenes Erlebnis. Wir kommen definitiv wieder, um noch mehr von der Karte zu entdecken!
Auf die neuen kulinarischen Entdeckungen im Ländle,

















